Das atopische Ekzem – Eine Allergie wirft Rätsel auf

Einer aktuellen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt beunruhigende, ja fast schon erschreckende Zahlen: Zwischen Fünf und zwanzig Prozent aller neugeborenen Kinder in den führenden Industriestaaten, leiden unter einem atopischen Ekzem, besser bekannt unter dem Namen Neurodermitis. Die Bezeichnung Neurodermitis für das atopische Ekzem ist jedoch genau genommen schon lange nicht mehr aktuell. Den Forschern gelang es nämlich in der Zwischenzeit herauszufinden, dass das atopische Ekzem nicht, wie im 19 Jahrhundert vermutet, durch eine Nervenentzündung ausgelöst wird, sondern viel mehr durch eine allergische Reaktion, die sich auf der Haut als Ausschlag bemerkbar macht. Da sich der Begriff Neurodermitis aber auf eine Entzündung der Nervenbahnen bezieht, ist dieser eigentlich nicht mehr zu verwenden. Es kann sich gemerkt werden, dass das atopische Ekzem unter dem Terminus der Allergie einzuordnen ist.

Das atopische Ekzem gilt als chronische Krankheit und Allergie, die meist schubweise Auftritt und die nicht ansteckend ist. Das Ekzem selber macht sich in der Regel als roter und schuppender Ausschlag auf der Haut bemerkbar. Die betroffenen Stellen wirken trocken und gereizt. Von ihnen geht oft ein extremer Juckreiz aus, der vor allen Dingen bei Kleinkindern dazu führt, dass diese diesen befrieden wollen und so das Ekzem noch vergrößern und verschlimmern.

Viel mehr als die Erkenntnis, dass das atopische Ekzem nicht durch eine Entzündung der Nervenbahnen hervorgerufen wird, sondern viel mehr als eine Allergie zu verstehen ist, gibt es bedauerlicher Weise bisher nicht. Die Forscher stochern bislang vergeblich im Dunkeln auf der Suche nach weiteren, neuen, hilfreichen Erkenntnissen in Sachen Neurodermitis, bzw. atopisches Ezem.

Dennoch kann die medizinische Forschung erste kleine Erfolge vorweisen, die sich vor allen Dingen auf die Bekämpfung der Symptome, also des Hautausschlages beziehen. So kann man das atopische Ekzem zwar nicht heilen, doch mittlerweile stehen der Medizin zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die es zumindest ermöglichen das Leben der betroffenen Personen erträglicher zu machen. Und es wird tagtäglich weitergeforscht, so dass Menschen die von dieser Allergie betroffen sind weiter Hoffnung hegen können, irgendwann Heilung zu erfahren.

 

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